Nussecken {Nüsse / Marmelade / Trockenfrüchte / Schokolade}

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Ob als erster Vorbote der Weihnachtszeit oder zu einer anderen Gelegenheit - Nussecken gehen immer! Aber wie mögt ihr sie am liebsten? Seid ihr eher Team-Crunch oder mehr Team-Soft? Bei uns fällt die Antwort eindeutig aus: Team-Crunch. Darum stelle ich euch dieses Rezept mit extra viel Crunch und obendrein noch einer Extraportion Frucht vor. Die Früchte verstecken sich wahlweise unter dem Nusskaramell oder tummeln sich mittendrin. 

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Ganz konkret bedeutet das, das Rezept ist für ein Blech, allerdings zweigeteilt. Eine Variante ist mit Preiselbeeren zwischen Boden und Nüssen und die andere mit Quittengelee und getrockneten Beeren in der Nussmischung. Solltet ihr eine Präferenz für das eine oder andere Variante haben, dann passt einfach die entsprechenden Zutaten an. Das Rezept ist übrigens inspiriert von essen & trinken. Also, ran an die Nüsse

Zutaten für den Boden

  • 250g Butter
  • 120g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 Tl Vanille
  • 360g Mehl
  • 1 Tl Backpulver

Zutaten für die erste Schicht

  • 3 El Quittengelee
  • 3 El Preiselbeeren

Zutaten für die Nussmasse

  • 100g Cashewkerne
  • 100g Pekannüsse
  • 100g Pinienkerne
  • 200g Haselnüsse
  • 200g Zucker
  • 120ml Schlagsahne
  • 250g Butter
  • 120g getrockente Beeren (für 1/2 Seite vom Blech)

Zutaten für die Schokoladendeko

  • ca. 250g - 400g zartbittere Schokolade (abhängig von der Art der Deko)

Zubereitung

Den Backofen auf 160°C Umluft vorheizen und ein Backblech mit Backpapier auslegen. Für den Boden aus den angegebenen Zutaten einen Mürbeteig herstellen und für ca. 30 Minuten kalt stellen. Während der Boden ruht, röste ich die Nüsse in einer beschichteten Pfanne vorsichtig und ohne Fett. Die gerösteten Nüsse abkühlen lassen und hacken. Die getrockneten Beeren ebenfalls fein hacken und separat bereit stellen. 

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Den Boden auf dem Backpapier ca. 1/2 cm  dick ausrollen, mit einer Gabel mehrfach einstechen und auf dem Blech im vorgeheizten Ofen für ca. 15-18 goldbraun backen. Den Backofen nicht ausschalten, wenn der Boden herausgenommen wird. Preisebeeren und Gelee jeweils in einem Topf unter Rühren vorsichtig erhitzen und kurz aufkochen. Je eine Hälfte des heißen Mürbeteigbodens zügig damit bestreichen und abkühlen lassen. Solltet ihr euch für eine Variante entschieden haben, nehmt ihr die doppelte Menge. 

Den Zucker in einem breiten Topf goldbraun karamellisieren. Mit der Sahne ablöschen, die Butter zugeben und unter Rühren schmelzen lassen. Sobald ein cremiger Karamell entstanden ist, die Nussmischung einrühren und kurz anrösten.

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Die Hälfte des heißen Nusskaramell auf den Teil des Mürbeteigbodens gießen, der zuvor mit Preiselbeeren bestrichten wurde. Die Nussmasse mit einer Palette zügig und gleichmäßig verteilen und die Oberfläche glatt streichen. Die getrockneten Früchte rasch unter den verbleibenden Nusskaramell heben und diesen ebenso auf den mit Quittengelee bestrichenen Teil des Bodens streichen. Die Nussecken im vorgeheizten Backofen nochmals für ca. 10 Minuten backen. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen. Entlang der Mitte teilen und anschließend gleichmäßig in Quadrate schneiden und jedes diagonal halbieren, sodass Dreiecke entstehen. 

Zum Garnieren die Schokolade fein hacken und temperieren. Die Schnittflächen der Nussecken in die Schokolade tauchen und auf Backpapier fest werden lassen. Alternativ die Schokolade in einen kleinen Spritzbeutelfüllen und die Nussecken damit verzieren. Luftdicht und kühl gelagert sollten die Nussecken ca. eine Woche halten, theoretisch jedenfalls. :-) Wenn ihr sie etwas kleiner schneidet eignen sie sich auch hervorragend für den vorweihnachtlichen Plätzchenteller.

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Lasst sie euch schmecken und habt ein wunderschönes Wochenende und eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

 

Herrentorte {Nüsse / Preiselbeeren / Schokolade / Sahne}

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Heute stelle ich euch ein ganz besonderes Rezept vor, nämlich ein Familienrezept. Bei uns heißt der Kuchen "Herrentorte" und meine Großmutter und meine Mutter haben ihn regelmäßig gebacken. Jede Generation hat die Torte ein wenig verändert, so dass sie die individuelle Handschrift der jeweiligen Bäckerin trägt ohne die Tradition aufzugeben. Säuerlich fruchtige Preiselbeeren treffen auf fein herbe Nussböden und eine cremige Sahnehaube. 

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Meine Großmutter verwendete einen reinen Nussboden, meine Mutter hat den Boden mit Kakopulver verfeinert und ich habe den Preiselbeeren ein wenig Schnaps gegönnt, den man selbstverständlich auch weglassen kann.  Ich hoffe, dieses Rezept bereitet euch ebenso viel Freude wie uns, es ist eine simple aber nicht minder köstliche Herbsttorte. Man kann sie "eingeschossig" oder wie hier gezeigt etwas kleiner und dafür in die Höhe  backen. 

Zutaten

  • 200g geschmolzene Butter 
  • 200g Zucker
  • 5 Eier (Größe L)
  • 2 El Rum
  • 200g gemahlene Haselnüsse
  • 50g Mehl Typ 405
  • 60g Kakaopulver
  • 2 Tl Backpulver

Zutaten für den Belag

  • Ca. 4 El Preiselbeeren (Unbedingt die von Wernberger verwenden, denn sie sind nicht überzuckert, haben eine tolle Konsistenz und sind fruchtig herb)
  • 2 El Creme de Cassis
  • 300g Schlagsahne
  • 3 Tl Sanapart 

Zubereitung

Für die Böden habe ich den Boden von zwei Springformen mit je 15cm Durchmesser mit Backpapier ausgelegt und Backpapier für einen weiteren Boden vorbereitet. Den Backofen auf 175°C Ober-Unterhitze vorheizen. 

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Bevor es losgeht sollten alle Zutaten Zimmertemperatur haben.  Eier und Zucker mit 2 El heißem Wasser einige Minuten in der Küchenmaschine sehr schaumig rühren. Währenddessen alle trockenen Zutaten in einer Schüssel abwiegen und mit einander vermischen. Rum und geschmolzene Butter kurz unter die Eimasse rühren und die trockenen Zutaten mit einem Teigschaber vorsichtig aber zügig unterheben. Aus dem Teig drei gleich dicke Böden backen. Dazu Zweidrittel vom Teig auf die beiden Formen verteilen, ca. 20 Minuten backen und eine Stäbchenprobe machen. Die Böden aus der Form lösen und den restlichen Teig mit frischem Backpapier in einer Form ebenso backen.

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Die Böden vollständig auskühlen lassen. Preiselbeeren mit dem Likör verrühren und die Sahne mit Sanapart steif schlagen. 2/3 der Schlagsahne in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. 

Einen Boden auf eine Tortenplatte legen. Etwas weniger als die Hälfte der Preiselbeeren auf dem ersten Boden verteilen. Die Sahne als Ring am Rand des Bodens aufspritzen und etwas von der Sahne, die nicht im Spritzbeutel ist auf dem Boden in der Mitte verteilen. Den nächsten Boden auflegen und wie beim ersten Boden vorgehen. Zum Schluss den letzten Boden auflegen, die verbleibenden Preisebeeren darauf streichen und mit der übrigen Sahne verzieren. 

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Der Kuchen schmeckt frisch, aber auch wenn er etwas durchgezogen ist sehr lecker. Wir haben ihn zu spontanen Kaffeestündchen im kleinen oder auch im größeren Familienkreis genossen. Habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Ostertorte {Schokoladeneier / Ganach / Preiselbeeren / Guinness}

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Ostern steht vor der Tür, der Frühling hat uns mal wieder im Schlaf überholt und so langsam suggeriert uns das Wetter, dass der Sommer schon anklopft. Spätestens jetzt können wir uns Frühling und Ostern nicht mehr entziehen. Karotten, Eierlikör, Vanille, erste Erdbeeren und Rhabarber überall wo man hinschaut. Warum nicht einmal etwas anderes zu Ostern backen? Eine Ostertorte, die unglaublich schokoladig und schön herb ist! Nach fast vierzig Tagen ohne Schokolade habe ich ein wahnsinniges Verlangen nach dunkler Schokolade. Im Supermarkt schmachte ich seit Wochen fast jede Tafel an und male mir aus, was man mit zartbitterer Kuvertüre so alles anstellen könnte. Hier kommt nun also die Antwort – eine super schokoladige Ostertorte.

Mein ganz persönlicher Favorit zu einer herben dunkeln Schokoladenganache ist der Guinnessboden, den ich immer wieder gerne backe. Er ist super saftig, wie ein Brownie und ebenfalls eher herb als süß. Ein Ostertörtchen also mal anders. Der Guinnessboden stammt aus der Herbst-Ausgabe des Magazins „Sweet Dreams“ (klick) (September/Oktober 2015). 

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Zutaten für die Böden

  • 360ml dunkles Bier (ich habe entsprechend der Empfehlung im Rezept Guinness verwendet)
  • 340g Butter
  • 160g Kakaopulver
  • 4 Eier
  • 4 Tl Vanilleextrakt
  • 360g Creme fraîche
  • 360g Mehl
  • 560g Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 4 Tl Backpulver
  • 4 El Kakaonibs

Zutaten für die Fruchtfüllung

  • 6 El Preiselbeeren (ich bevorzuge - in alter Familientradition - die von Wernberger)

Zutaten für die Ganache (Schokoladencreme)

  • 400g Schlagsahne
  • 400g zartbittere Schokolade

Zutaten für die Dekoration

  • Grüner, essbarer Rasen
  • Ostereier, z.B. mit Zuckerguss überzogene Schokoladeneier

Zubereitung

Am Tag bevor die Torte gefüllt und verziert wird, die Schokolade grob hacken, in eine Schüssel geben und mit der kurz aufgekochten Sahne übergießen. Alles 1-2 Minuten ruhen lassen und anschließend glattrühren. Die Ganache über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

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Sogleich geht es mit den Böden weiter: Dazu den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und den Boden von zwei runden Formen (26 – 28 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen.

Das Bier mit der Butter in einem Topf erhitzen und den Kakao einrühren. Alles abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Eier mit Vanille und Creme fraîche mit einem Schneebesen verquirlen. Für die Herstellung des Teiges habe ich vollständig auf die Hilfe meiner Küchenmaschine verzichtet und alles mit einem großen Schneebesen gemacht, das klappt wunderbar. Die Biermischung unter die Eiermasse rühren und anschließend Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und Kakaonibs dazu geben. Sobald der Teig glatt und homogen ist, wird er gleichmäßig auf die Formen verteilt und für ca. 40 Minuten (Stäbchenprobe) im Ofen gebacken. Die Kuchen auskühlen und über Nacht abgedeckt in der Form stehen lassen. 

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Am folgenden Tag die Schokoladencreme 1 Stunde bevor es mit den Böden weitergeht aus dem Kühlschrank nehmen. Dann die beiden Böden aus der Form lösen und einen Boden einmal waagerecht durchschneiden. Für diese Torte habe ich somit drei Böden verwendet.

Die Schokoladencreme mit einem Schneebesen glattrühren und ca. 6 El in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben. Den nicht geteilten Boden auf einen Tortenteller oder eine Tortenpappe setzen und die Preiselbeeren auf diesem Boden verteilen. Den Rand mit Ganache einstreichen und einen zweiten Boden aufsetzen. Diesen oben mit Ganache bestreichen und den dritten Boden auflegen. Den letzten Boden sowie die gesamte Torte mit Ganache einstreichen. Dazu in zwei Schritten arbeiten. Zuerst wird die Torte mit einer dünnen Schicht aus Schokoladencreme umhüllt. Das dient dazu, alle Krümel zu binden und Unebenheiten auszugleichen. Sobald diese Schicht fest ist, die übrige Ganache ebenfalls ganz leicht erwärmen, so dass sie einen schönen Glanz bekommt und die Torte damit großzügig einstreichen. Rasch arbeiten, da die Creme sonst fest wird, bevor die Torte mit einem Tortenglätter rundherum geglättet werden konnte.

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Mit dem Spritzbeutel große Tupfen an den Rand der Torte spritzen und ein Nest in der Mitte aufspritzen. Die Torte mit dem Gras und den Zuckereiern österlich dekorieren und im Kühlschrank vollständig durchkühlen lassen. Sie schmeckt recht herb, mit den Preiselbeeren aber sehr fruchtig und braucht mindestens eine Stunde, um auf Zimmertemperatur zu kommen, bevor sie serviert werden sollte.

Habt viel Spaß beim Nachbacken und eine schöne österliche (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

Linzer-Bübchen {Preiselbeeren / Mandeln / Nelken / Zitrone}

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Preiselbeeren sind für mich – und damit habe ich den Rest der Familie inzwischen infiziert - untrennbar mit der Winter- und Weihnachtszeit verbunden. Wir lieben sie vor allem in unterschiedlichen Formen von Gebäck und sind daher auch große Fans von Linzer Torten. Um etwas Abwechslung zu schaffen, müssen Preiselbeeren deshalb in diesem Jahr auch auf den Plätzchenteller, und nichts bietet sich da mehr an, als Spitzbuben. Der Farbtupfer eines jeden Plätzchentellers ist in diesem Jahr also aus Linzer Teig und statt roter Marmelade locken Preisebeeren verheißungsvoll mit einer fruchtigen Abwechslung.

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Die Idee für unsere Linzer Bübchen ist geboren und es ist mir eine Freude, dieses Rezept mit euch zu teilen. Das hier ist übrigens eine wunderbare Alternative zur Torte Linzer Art. :-)

Zutaten für den Mürbeteig

  • 375g Mehl
  • 250g feiner Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 250g gemahlene Mandeln
  • 250g Butter
  • abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Prise Salz
  • 1 Msp. gemahlene Nelken  
  • 1 Msp. gemahlener Zimt
  • 2 Eier

Zutaten für die Füllung

  • ca. 200g Preiselbeeren
  • 1 Eigelb

Zubereitung

Mehl auf die Arbeitsfläche oder in eine große Schüssel geben, in die Mitte eine Vertiefung drücken und dort Zucker, Eier und Gewürze hineingeben. Die zimmerwarme in Stücke geschnittene Butter und die Mandeln darauf verteilen. Aus den Zutaten einen glatten Mürbeteig kneten und in Frischhaltefolie gewickelt für mind. 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Alternativ kann der Teig auch mit den Knethacken eines Handrührers oder der Küchenmaschine zubereitet werden.

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Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und mindestens zwei Bleche mit Backpapier oder Backmatten vorbereiten. Den Teig in 4 - 5 Portionen jeweils ca. 3mm dünn ausrollen und Kreise ausstechen. In die Hälfte der Kreise in der Mitte ein Loch ausstechen, so dass Ringe entstehen. Die Kreise auf ein Backblech legen, mit einem halben bis einem Teelöffel Preiselbeeren großzügig bestreichen. Die Ränder der Kreise sollten dabei nicht mit Preisebeeren bestrichen sein, damit der Teig gut haftet und die Fruchtfüllung beim Backen nicht am Rand ausläuft. Zum Schluss einen Ring auf die Plätzchen legen und außen leicht andrücken.

Als optisch attraktive Alternative zu den klassischen Spitzbuben kann der Teig auch ca. 4-5mm dünn ausgerollt werden. Daraus werden dann ebenfalls passend große Kreise ausgestochen. Die Teigkreise in die Mulden eines Bleches mit kleinen Tartelettes-Förmchen geben, mit 1 - 2 Teelöffeln Preiselbeeren füllen und zum Schluss mit einem kleinen Motiv aus dem Linzer Teig dekorieren, das mit einem passenden Motivausstecher aus dem verbleibenden Teig hergestellt wurde.

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Die Plätzchen und Tartelettes mit etwas Eigelb bestreichen und ca. 8 - 12 Minuten bzw. bis sie goldbraun sind backen. Das Blech aus dem Ofen holen, die Plätzchen auf einem Kuchengitter etwas auskühlen lassen und großzügig mit Puderzucker bestäuben. Die fertigen Plätzchen anschließend in einer Blechdose zwischen Pergamentpapier lagern. Wichtig ist, dass die Plätzchen vollständig ausgekühlt sind, bevor sie in die Dose kommen. Dort halten sie sich aber ohne Probleme ein paar Wochen.
Sind die kleinen Versuchungen nicht wunderbar zart, weihnachtlich würzig und fruchtig? So können wir zusammen die kalte Jahreszeit richtig genießen.

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Ich wünsche euch viel Spaß beim Ausprobieren und eine wunderschöne (Plätzchen-)Zeit!
Eure Tine

Torte Linzer Art {Preiselbeeren / Mandeln / Nelken / Zimt}

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Da ist er auch schon, der vierte Advent - damit ist der entspannte und gemütliche Teil der Adventszeit irgendwie schon vorbei. Spätestens wenn mich die ersten liebevoll verfassten Weihnachtswünsche per Post erreichen, verfalle ich in Panik! Weihnachten rückt unaufhaltsam näher, die letzten oder aber sogar alle Geschenke müssen noch besorgt und kreativ verpackt werden. Es gibt zwar so viele Möglichkeiten für hübsche Dekoration und Verpackung, doch meist fehlen mir dazu kurz vor Schluss einfach Zeit und Geduld. Geschenkanhänger mit einer persönlichen Nachricht gefallen mir dabei immer noch am besten! "Lettered" ihr auch schon? Frau Hölle macht es auf bezaubernde Weise vor und hat für alle, die individuelle Geschenkanhänger nicht selber gestalten können oder wollen, ein paar bezaubernde Downloads auf ihrer Seite. Perfekt! 

Was hilft gegen die vorweihnachtliche Hektik? Genau, ein Moment der Ruhe! "Chillige" Weihnachtslieder, eine große Tasse dampfender Tee und natürlich ein paar frische selbstgebackene Weihnachtsplätzchen. Ich inhaliere den wohligen Duft vom Tee, schmecke die weihnachtlichen Gewürze und entspanne mich sofort. Das funktioniert fast immer und ich kann euch nur wärmstens empfehlen, es auch einmal auszuprobieren!

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Pünktlich, mindestens eine Woche vor Weihnachten hat jetzt aber erst einmal unser Weihnachtskuchen oberste Priorität. Es gibt eine Torte Linzer Art, die wir alle sehr lieben und ohne die die Feiertage einfach undenkbar sind. Im letzten Jahr gab es schon die vegane Variante (klick), hier kommt nun die "klassische" Version. Ich backe sie immer schon einige Zeit vor Weihnachten, damit sie noch genug Zeit hat, in Ruhe durchzuziehen und dabei ihre vollen Aromen zu entwickeln. 

Zutaten den Teig

  • 100g Dinkelvollkornmehl
  • 100g Mehl Typ 405
  • 1 Tl Backpulver
  • 125g gemahlene Mandeln oder Haselnüsse
  • 80g Zucker (je 1/2 weißer und brauner Zucker)
  • 1 Msp. Zimtpulver
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 1 Ei
  • 125g Butter

Zutaten für den Belag

  • Ca. 300g Preiselbeeren
  • 1 Eigelb

Zubereitung

Für den Teig alle Zutaten in eine große Schüssel geben. Die kalte Butter dabei in kleinen Stückchen darüber verteilen und alles mit den Händen, den Knethaken des Handrührers oder einer Küchenmaschine zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie einschlagen und ein paar Stunden oder über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

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Bevor es weitergeht, den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen und bereitstellen. Zuerst die Dekoration für den Belag herstellen. Dazu ca. 1/3 des Teiges auf einer ausreichend bemehlten Arbeitsfläche ca. 3 mm dick ausrollen und mit Ausstechformen Motive ausstechen oder mit dem Teigrädchen daumenbreite Streifen schneiden. Mit dem verbleibenden Teig den Boden und Rand der Form auslegen. Alles glätten und in den Rand mit einer Gabel ein Muster einarbeiten.

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Die Preiselbeeren auf den Boden verteilen und glattstreichen. Mit den vorbereiteten Teigmotiven dekorieren bzw. die Teigstreifen in Form eines Gitters auflegen und die Dekoration mit dem Eigelb bestreichen. Je nach Größe der verwendeten Form zwischen 35 und 45 Minuten backen.

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Den fertigen Kuchen aus dem Backofen holen und in der Form vollständig auskühlen lassen. Die Torte schmeckt am besten, wenn sie ein paar Tage, mindestens eine Woche, gut eingepackt (z.B. in Alufolie) an einem kühlen Ort durchziehen konnte. Guten Appetit!

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit und viel Spaß mit dem Rezept.

Eure Tine

Pssst: denkt ihr an die Verlosung der Kalender? Wer ist noch nicht im Los-Topf? ...mehr Info's dafür gibt es hier & die Verlosung wird bis zum 22. Dezember verlängert!!

Torte Linzer Art – vegan & glutenfrei {Bloggerparade mit Rösselmehl}*

Ich verabschiede den Winter - mit zwei Törtchen Linzer Art

Ich verabschiede den Winter - mit zwei Törtchen Linzer Art

Wenn ich momentan aus dem Fenster schaue oder morgens auf dem Weg ins Büro bin, habe ich nicht das Gefühl dass noch Winter ist. Heute Nachmittag fühlte es sich eher wie ein erster zaghafter Frühlingstag an, als ich mit meinem Großen im Park war.

Außerdem beginnt morgen der Höhepunkt der fünften Jahreszeit ... Karneval, Fasching, Fastnacht oder wie auch immer ihr das nennt. Habe ich erwähnt, dass ich aus Düsseldorf stamme? Klar, dass ich mich dem Karneval - darauf ein dreifaches Helau, Helau, Helau - nicht vollends entziehen kann und werde.

Mit dem wunderbaren Rezept für eine Torte Linzer Art, das ich für den zweiten Teil der Blog-Parade mit Rösselmehl entwickelt habe, beschließe ich nun offiziell die Winterzeit in der Kuchenwelt. Es war schön mit dir, aber ich freue mich nun auf einige Tage mit saftig süßem Schmalz- und Karnevalsgebäck und werde dann - gemeinsam mit euch - den Frühling begrüßen. Seid ihr dabei?

Auf geht's zum Winter-Finale: Der leicht nussige und winterlich gewürzte Boden trifft auf fruchtig herbe Preiselbeeren. Das Rezept ist ausreichend für zwei Törtchen mit 11 und 22 cm Durchmesser oder eine Torte mit 26 - 28 cm Durchmesser. Da Linzern Torten besser schmecken, wenn sie ein paar Tage durchziehen dürfen, empfiehlt es sich, sie nach dem Backen einige Tage gut verpackt in Frischhalte- oder Alufolie an einem kühlen Ort ruhen zu lassen, bevor sie auf den Kaffeetisch kommen.

Zutaten für den Boden

  • 200g Mehl (Rösselmehl Heideperle – Buchweizenmehl)
  • 1 Tl Backpulver
  • 125g gemahlene Mandeln
  • 80g Kokosblüten-Zucker (alternativ Muscovado Vollrohrzucker)
  • 1 Msp. Zimtpulver
  • 1 Msp. Nelkenpulver
  • 2 El Sojajoghurt
  • 125g vegane Margarine

Zutaten für die Füllung und den Belag

  • 200g Preiselbeeren aus dem Glas oder aus der Dose
  • 2 El vegane Sahne

Zubereitung

Alle Zutaten für den Boden abwiegen und zusammen mit dem Sojajoghurt in eine große Schüssel geben. Die kalte Margarine in kleinen Stücken über den Zutaten verteilen. Alles mit den Knethaken des Handrührers oder einer Küchenmaschine zu einem glatten Mürbeteig verarbeiten. Alternativ lässt sich auch gut mit den Händen ein homogener Teig kneten. Den fertigen Teig in Frischhaltefolie einschlagen und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Den Boden der Backform mit Backpapier auslegen und bereitstellen. Zuerst die Dekoration für den Belag herstellen. Dazu ca. 1/3  des Teiges auf einer ausreichend bemehlten Arbeitsfläche ca. ½ cm dick ausrollen und mit Hilfe von Ausstechformen Motive ausstechen oder mit dem Teigrädchen in ca. 1 bis 1,5 cm breite Streifen schneiden. Mit dem verbleibenden Teig den Boden und Rand der Formen auslegen. Der vegane Mürbeteig ist sehr weich und sollte darum vor der weiteren Verarbeitung gut gekühlt sein. Der Teig lässt sich ausgerollt nur schwer bewegen, darum den Boden mit einem Mini-Teigroller direkt in der Form ausrollen.

Preiselbeeren - fruchtig herb - eine perfekte Ergänzung für den nussigen Boden

Preiselbeeren - fruchtig herb - eine perfekte Ergänzung für den nussigen Boden

Alles glätten und in den Rand mit einer Gabel ein Muster einarbeiten. Die Preiselbeeren auf den Boden verteilen und glatt streichen. Mit den vorbereiteten Teigmotiven dekorieren bzw. die Teigstreifen in Form eines Gitters auflegen und mit der Sahne bestreichen. Je nach Größe zwischen 25 und 45 Minuten backen.

Aus dem Backofen holen und in der Form vollständig auskühlen lassen. Die Torte schmeckt am besten, wenn sie ein paar Tage gut eingepackt (z.B. in Alufolie) an einem kühlen Ort durchziehen konnte.

...und jetzt ein Stückchen - guten Appetit.

...und jetzt ein Stückchen - guten Appetit.

Habt eine gute (Kuchen-)Zeit und viel Spaß mit dem Rezept. Guten Appetit.

Eure Tine

* Es handelt sich um Werbung für Rösselmehl, die Beschreibung des Produktes spiegelt meine eigene Einschätzung wieder und ist davon nicht beeinflusst.